Ile d´Oleron
Die Insel Oléron die größte, südlichste und schönste der französischen Atlantikküste, zieht immer zahlreichere Besucher an; sehr viele fühlen sich hier so wohl, daß sie später wiederkommen. Das Besondere an Oléron ist die Milde des Klimas, in dem die Mimosen schon Ende Januar blühen, die Vielfalt der Landschaft, die pittoresken kleinen Dörfer mit niedrigen Häusern und engen Gassen. Zu Ihrem Empfang stehen auf der Insel Campingplätze, Hotels, Restaurants und Geschäfte bereit. Atmen Sie tief den Duft des Sommers ein, genießen Sie die Landschaft, oder entdecken Sie verschlungene Waldpfade - es sei denn, Sie baden lieber in Sonne und Meer oder machen Bekanntschaft mit der guten Küche ?
Geographie
: Die 30 km lange und an der breitesten Stelle 10 km breite Insel ist 175 km2 groß, womit sie nach Korsika die zweitgrößte französische Insel ist. Vom Festland trennt sie der ,,Coureau" genannte Meeresarm und die Meerenge von Maumusson; aber seit 1966 ist sie über eine mehr als 3 km lange Brücke zugänglich, von der aus der Blick über Küsten und ehemalige Verteidigungsbauten (Fort du Chapus, Le Chateau) schweift, über Saint-Trojan und den Wald, und über austernbeladene Boote, die mit steigender Flut zu ihren Austernfischerhütten an der Küste zurückkehren. An den ca.40 km langen Sandstränden können Sie neben sportlichen Aktivitäten ( surfen, schwimmen, Strandsegeln etc.) auch einmal sie "Seele baumeln lassen" und das besonders in der Vor- und Nachsaison, wenn Sie im Mai, Juni, September und Oktober die Insel fast für sich haben. Die Sonnenscheindauer beträgt übrigens 2600 Stunden und übertrifft bei weitem die meisten französischen Landstriche (außer der Cote Azur).Das Meer
Insel und Meer gehören unauflöslich zusammen: Das Meer bestimmt den Tagesrhythmus, ernährt die Familien, begünstigt den Tourismus. In der Springzeit (d.h. bei großem Tidenhub) sind die Austernfischer sehr beschäftigt, und bei Ebbe sammeln die Franzosen zu Fuß Meeresfrüchte am Strand. Die Nippzeit (bei kleinem Tidenhub) ist die günstigste zum Baden. Auf der dem Meer zugewandten Seite kann man auch bei Ebbe das Meer zum Baden erreichen; auf der anderen Seite der Insel wartet man das Hochwasser ab. Wenn die Schlickflächen unter der steigenden Flut verschwinden, kommt das Wasser mit jeder ausrollenden Welle dem Strand näher. Das ist der beste Augenblick, um im erfrischenden, salzhaltigen Atlantikwasser unterzutauchen.
Die Natur
Klima, Boden und schöpferische Kraft des Menschen vereinen sich auf Oléron in einem freundlichen Bild der Natur. Zum ursprünglichen Waldbestand sind neue Baumarten hinzugekommen, die sich akklimatisiert haben und nun wie selbstverständlich dazugehören.
Die Forste spielen eine erhebliche Rolle für die Milde des Klimas und die Luftqualität.
Die Dünen, auf denen zahlreiche wohlriechende Pflanzen wachsen, stellen ein ganz besonderes Biotop dar, das wir sorgfältig hegen.
In den Süßwasser-Feuchtgebieten finden die Zugvögel zur Wanderzeit ein Durchzugs- oder Winterquartier.
Die Geschichte
Schon in vorgeschichtlicher Zeit war die Insel nachweislich bewohnt, und sie wurde früh bei den austernliebenden Römern bekannt. Plinius erwähnt die Insel ,,Ularius‘ woraus "Oléron" wird, in der Revolutionszeit vorübergehend in ,,Liberté" umgetauft. Als Teil des Herzogtums Aquitanien geht die Insel nach der englischen Heirat der Herzogin Eleonore (1152) in englischen Besitz über. Unter Karl V. wird sie 1370 endgültig wieder französisch.
Während der Religionskriege nehmen die Bewohner den reformierten Glauben an und bieten verfolgten Protestanten Schutz. Ludwig XIII. und Ludwig XIV. befestigen die Insel, das Fort von Le Chateau ist ein Zeuge dieses Unterfangens
Die Traditionen
Früher lebte der Inselbewohner, halb Bauer, halb Seemann, in kleinen Ortschaften mit niedrigen Häusern, die um einen Brunnen gruppiert stehen. Als Selbstversorger besaß er seine Felder, einen Weinberg, ein Gehölz und ein paar Tiere. Der Grundbesitz war zerstückelt; die Fischerei brachte ein Zubrot ein: mit seinem flachen, offenen Boot war er an den ertragreichen Küsten unterwegs.
Auf dem Lande fuhr er oft mit dem typischen Dreirad.
Die Frauen trugen eine weitausladende, ,,Quichenotte" genannte Haube und praktische Hosen.
Eine noch heute auf Festen lebendige Tradition ist die ,,Fclade‘ bei der man Miesmuscheln auf einem Kiefernnadelfeuer garbrät.
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